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Nideggen: Neue Verwaltung kämpft mit Altlasten der Vorgänger
In Nideggen haben Vertreter mehrerer Parteien im Rat Versäumnisse der früheren Verwaltungsspitze beklagt. Bei der vergangenen Kommunalwahl war der damalige Bürgermeister nach 16 Jahren im Amt abgewählt und eine externe Nachfolgerin gewählt worden. Schlendrian und Geldverschwendung seien in Nideggen in vielen Bereichen an der Tagesordnung gewesen, so SPD, Grüne, CDU und Unabhängige. (…) Der frühere Bürgermeister war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Mit dem Schritt an die Öffentlichkeit am Donnerstag stellen sich die vier Parteien vor die neue Bürgermeisterin. Anhänger der alten Verwaltungsspitze halten das Aufarbeiten der Vorgänge für unnötige Mehrarbeit.
Quelle: WDR, Studio Aachen, 22.07.2010
Doch diese Aufarbeitung ist zwingend notwendig. Bildet sie doch die Grundlage aller weiteren Jahresabschlüsse. Die Verwaltung hat es unter dem Bürgermeister Willi Hönscheid seit Juli 2005 nicht geschafft, einen entsprechenden Beschluss umzusetzen und die Eröffnungsbilanz für das Jahr 2007 fertig zu stellen. Diese hätte bis zum 31.12 2008 von einem Wirtschaftprüfer testiert und vom Rechnungsprüfungsausschuss beschlossen werden müssen. Doch selbst bis zur letzten Kommunalwahl war der Bürgermeister nicht in der Lage, dieses Versäumnis nachzuholen. Vier Jahre Vorbereitung waren wohl nicht ausreichend.
Dass die Wählergemeinschaft Menschen für Nideggen diese Aufbereitung als unnötige Mehrarbeit ansieht, wundert nun nicht weiter; zählt doch u.a. der ehemalige Bürgermeister zu den Mitgliedern.
Frau Göckemeyer, seit dem 21. Oktober 2009 Bürgermeisterin von Nideggen, hat nun diese Versäumnisse aufgearbeitet und die Basis für die weiteren notwendigen Schritte geschaffen.

G.Zentis (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), S.Nießen (CDU), M.Fischer (CDU), N.Klöcker (Die Unabhängigen) und W.D.Keß (SPD) sind sich einig: „Die Aufarbeitung der Altlasten schreitet voran.“




